Geologie & Geomorphologie am Funtensee
im Nationalpark Berchtesgaden
Geologie
Die Funtensee-Uvala (FISCHER 1985) ist eine schüsselförmige abflusslose Senke im Karst. Sie ist durch Sedimentablagerungen bedeckt und abgedichtet und staut den Funtensee auf. Die grosse Karsthohlform entwässert unterirdisch in die Teufelsmühle, einen verstürzten Ponor, in den das Wasser hörbar aber unsichtbar abfließt. Von dort gelangt es unterirdisch innerhalb von einem halben Tag in den Königssee.
Hinweis
Die "inverse Vertikalverteilung der Vegetationsstufen" wurde 1940 von LAUTENSACH-LÖFFLER (zitiert in BLÜTHGEN & WEISCHET 1980:623) für das Pfälzer Gebrüch in der Nähe eines Weinbaugebietes erwähnt. Er glaubte, dies anhand der Fundorte der Zwergbirke (Betula nana) und der Silberwurz (Dryas octopetala) nachweisen zu können. Beide Arten haben eine arkto-alpine Verbreitung.
Literatur:
JASKOLLA, F., KOHLHAMMER, G., SCHMOLIN, J. (1987) Zur Geologie des Funtensees (als pdf-file, 1,1 Mb)
In: Der Funtensee. Naturkundliches Porträt eines subalpinen Sees. Gemeinsame Veröffentlichung des österreichischen und deutschen MaB-6-Beitrags Forschungsbericht 7, 7 - 22. Herausgegeben von der Nationalparkverwaltung Berchtesgaden
FISCHER, K. (1987): Das Funtensee-Uvala im Steinernen Meer (als pdf-file, 1,5 Mb)
In: Der Funtensee. Naturkundliches Porträt eines subalpinen Sees. Gemeinsame Veröffentlichung des österreichischen und deutschen MaB-6-Beitrags Forschungsbericht 7, 23 36.
